“Dichter Schneefall und eisiger Wind begleiten die Studentin Lea auf dem Weg in die Villa ihres Professors. So hatte sich die junge Frau ihr Auslandssemester nicht vorgestellt. Nicht so einsam. Nicht so kalt. Doch dann begegnet sie Adam, einem Freund des Professors. Adam ist nicht nur schweigsam und unwirklich schön – ein dunkles Geheimnis scheint ihn zu umgeben. Lea ist vom ersten Augenblick an wie gebannt. Ohne sich dagegen wehren zu können, fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Aber Adam verhält sich seltsam. Mal weist er Lea schroff zurück, mal sucht er wie getrieben ihre Nähe. Was sich hinter Adams mysteriösem Verhalten verbirgt, erfährt Lea eines Nachts, als sie ihn schwer blutend neben ihrem Bett vorfindet: Adam ist von einem Dämon besessen, der ihm Unsterblichkeit verleiht – doch dafür einen hohen Preis fordert.”
Weil mich seit einiger Zeit ein verkorkster Schlafrhythmus quält, der noch dazu mit dem Umstand begleitet ist, dass ich kaum mehr als 5 Stunden am Stück schlafe (für den ein oder anderen mag das normal sein, ich brauch normal fast das doppelte … dementsprechend renn ich wie völlig bekloppt durch die Gegend, geistig krieg ich gerade gar nichts gebacken), bin ich mal wieder zum Lesen gekommen. Irgendwie muss man sich ja wachhalten, um sich den Schlafrhythmus nicht völlig zu versauen. Ein einfach gestricktes aber spannendes Buch ist da das beste, was man machen kann – nebenbei hilft es in den Momenten, wo man hellwach ist, aber eigentlich schlafen müsste … manchmal hilft das lesen dann nämlich auch, müde zu werden (in meinem Fall leider nicht).
Also das Buch geschnappt, was ich schon vor Wochen angefangen habe, aber dann durch Zeitmangel nicht mehr dazu gekommen bin, es weiter zu lesen. Obwohl ich zugeben muss, dass ich nicht sicher bin, ob nur der Zeitmangel an der langen Lesepause schuld ist. Ich kam unsagbar schwer in das Buch rein. Es liest sich anfangs irgendwie wie eine Aufzählung. Kein bisschen Spannung, es wird von anfang an gesagt, was hinter den Personen steckt, eben welches Geheimnis Adam und den Professor umgibt – demnach war es ja nicht mal mehr ein Geheimnis. Die Protagonistin erfuhr die Auflösung, bevor sie überhaupt die Empfindung haben konnte, dass diese zwei Männer ein Geheimnis umgibt. DAS hab ich so auch noch nicht erlebt und schreckte mich ziemlich ab. Man musste nicht rumrätseln, sondern bekam sofort alles auf einem Silbertablett präsentiert. Laaaangweilig. Noch dazu hab ich mich am Anfang manches mal gefragt, warum Lea so handelt, wie sie handelt. Ich mein … da wird man in der Nacht wach und entdeckt neben seinem Schlafplatz einen nackten blutüberströmten Mann sitzen. Rennt man da nicht eigentlich eher schreiend weg? ^^ Nöö, sie nicht. Noch dazu scheint sie das, was ihr daraufhin erzählt wird, völlig gelassen hinzunehmen. Ebenso den Umstand, dass ihr ein Mann auf Schritt und Tritt wie ein Schatten folgt (und ja, das ist wortwörtlich zu nehmen, der rennt ihr permanent hinterher und lässt sie über Tage hinweg nicht mehr aus den Augen – da bekommt Stalking eine ganz neue Bedeutung!), der dabei völlig distanziert und teilweise sogar von oben herab bleibt. Anstrengend. ^^ Aber doch hielt mich irgendwas an dem Buch und so kam mir die leicht ansteigende Spannung in den darauffolgenden Ereignissen in der Villa des Professors ganz gelegen und Leas Handlung fand ich daraufhin endlich mal nachvollziehbar!
Anfangs schien es, als wäre das gesamte Buch eine Rückblende – nach den Vorkömmnissen in der Villa erfährt man dann aber, dass dies nur ein kurzer Rückblick war, wobei sich der restliche Teil des Buches dann in der “Gegenwart” abspielt. Wer in der Rückblende meinte, Adam könne kaum distanzierte rund herablassender sein, der irrt sich und trifft in der Gegenwart noch eine Steigerung dessen. Immer noch anstregend, aber immerhin diesmal mit einem leichten Hauch an Geheimnis, weil man nicht weiß, warum er nun plötzlich wieder auftaucht und sich so verhält, wie er sich verhält – obwohl er es kurz erklärend anreißt … man denkt sich aber, da steckt noch mehr dahinter. Leas Handlungen bleiben für mich allerdings nachwievor nicht nachvollziehbar – aber gut, das schreib ich einfach mal meinen allgemeinen Problem mit Protagonisten zu. ^^
Die Beziehung zwischen den beiden ist einzig an den Stellen interessant, an denen sie ihm auch mal Paroli bietet … Lea als das unterwürfige schmachtende Schoßhündchen mochte ich nicht – in den momenten, wo sie “aufmümpfig” wurde, war es wenigstens mal was anderes und auch eher amüsant.
Anfangs dachte ich, dass man sich in der Buchbeschreibung auf dem Klappentext mit dem Satz “denn er liebt Lea” nur vertan haben kann – davon war nicht mal Ansatzweise irgendwas zu merken. Selbst wenn ein Stück Gefühl seinerseits verdeutlicht wurde, hatte man eher den Eindruck, es handelte sich eher um reine Begierde – fast schon triebartig. Mit Liebe hätte ich das nicht betitelt. Die kurzen kursiv gedruckten Einschübe, die sich mit seinen Gedanken befassten waren auch keine große Hilfe dabei, diesen Eindruck zu korrigieren. Es scheint lediglich der Dämon in ihm zu sein, der nach Lea giert. Nach und nach erfährt man dann seine Motive und erkennt auch ein winziges Stück Gefühl – wirklich hingebungsvoll wirkt er allerdings nie. Ich denke, wer in diesem Buch die typische Liebesgeschichte sucht, der wird enttäuscht sein. Ich kann das kaum in Worte kleiden, aber ich hatte stellenweise das Gefühl, dass die “Liebesgeschichte” des Buches nur ein … Täuschungsmanöver ist. Die Verstrickungen rund um Pi, dem Kollektor und Konsorten deuten da fast schon eher auf ein anderes Genre hin, finde ich. Hier hat sich auch die ganze Spannung innerhalb der Geschichte versteckt.
(Man möge sich bitte nicht wundern, dass ich die entsprechenden Genre-Tags dennoch gewählt habe – aber das Buch ordnet sich selbst halt trotzdem in diese Sparte ein.)
Übrigens endet der angesprochene Aufzählungscharakter irgendwie erst dann, als Adam Lea reinen Wein einschenkt. Bis dahin ging es irgendwie immer nur von einem Punkt zum anderen – ein Treffen nach dem anderen wurde quasi aufgezählt. Im Nachhinein ist das recht treffend, die schmachtende Lea wird die Treffen selbst auch eher wie eine Aufzählung der Ereignisse empfunden haben, mehr hatte sie zu dem Zeitpunkt ja kaum von Adam bekommen. Sie war halt das zum Abruf bereite Schoßhündchen. ^^
Ich muss mal anmerken, dass das Buch ansonsten echt ‘ne seeehr schöne Sprache hat, wie ich finde. Das wurde mir allerdings zum Verhängnis, in meinem übermüdeten Zustand waren die wirklich schönen, mit einem haufen Adjektiven bestückten Umschreibungen manches mal doch zu viel. Ich hab in solchen Zuständen keine Geduld und gerade, wenn es spannend zu geht, bringt mich eine ausufernde (wenn auch schöne!) Erzählweise eher um den Verstand. ^^
Noch ein Grund, warum ich den Klappentext absolut daneben finde und ihn daher nicht als Mittel zur Kaufentscheidung nehmen würde: Ich weiß ja nicht, ob die Autorin mit der Bezeichnung dessen, was Adam ist, wirklich mit dem Klappentext konform geht. Fakt ist, dass nicht an einer Stelle im Buch erwähnt wird, dass er ein Vampir ist (das Wort wird nicht mal benutzt). Lea zieht an der ein oder anderen Stelle zwar Vergleiche dahingehend, diese werden aber von den betroffenen Personen abgewiegelt. In Adam leben zwei Wesen – einmal der Mensch, auf der anderen Seite der Dämon. Der Damön lebt also in ihm. Von Vampiren kennt man es ja eher so, dass sie der Dämon sind. Im Buch wird das Wort “besessen” benutzt – das find ich zutreffender, als Vampir. Aber gut, vielleicht hat Tanja Heitmann einfach eine neue Version des Vampirs geschaffen, bei Stephanie Meyer glitzern sie ja immerhin auch. ^^
Oder der Klappentext soll letztendlich nur dazu dienen, auf den Twilight-Zug mit aufzuspringen. Ich wäre da also generell vorsichtig, je nachdem, was man von Twilight hielt, könnte das Buch demnach zu viel versprechen und eher enttäuschen oder eben überraschen, weil nicht das eintraf, was man erwartet hätte (in dem Fall wäre es dann wieder schade, wenn es nur deswegen verschmäht worden wäre).
Im übrigen kann ich den Rezensienten, die meinen es wäre ein billiger Twilight-Abklatsch, so auch nicht zustimmen. Mag sein, dass die beiden weiblichen Protagonisten in gewisser Hinsicht was gemeinsam haben, bei den männlichen trifft das nicht zu. Während der eine immer nur jammert, dass er gefährlich ist und sie sich deshalb von ihm verhalten soll, interessiert das den anderen nicht die bohne – im Gegenteil, er zwingt sie förmlich, an seiner Seite zu bleiben. ^^ Obwohl … eine Vorliebe haben sie wohl beide: sie beim schlafen zu beobachten. ^^
Mal am Ende noch ein kurzes Fazit (ich hab scheinbar zu lange keine Buchrezi mehr geschrieben, so dass ich mich gerade nun totschreibe – keine Ahnung, warum ^^): Ich weiß nicht wirklich, was ich von dem Buch halten soll. Der Anfang hat mich nicht umgehauen, aber doch irgendwie “festgehalten” und zum Ende hin fand ich, hatte es seine spannenden Momente. Das Ende dagegen hat mir gar nicht gefallen. Ich brauch kein Happy End – nicht zwingend. Aber ein Ende, bei dem ich nicht erkenne, ob es nun Happy End oder eher doch nicht ist, macht mich nervös. Das mag ich nicht. ^^

…
“58kg (gut); Alkoholeinheiten: 0 (hervorragend); Zigaretten: 5 (locker im grünen Bereich); an Marks Haus vorbei gefahren: zweimal (s.g.); Im Telefonbuch unter Mark Darcy nachgeschlagen, um zu sehen, ob er noch existiert: 18-mal (s.g.); Anrufe von Mark: 0 (tragisch).
Als Strafverteidiger Robert Stern diesem ungewöhnlichen Treffen zugestimmt hatte, wusste er nicht, dass er damit eine Verabredung mit dem Tod einging. Noch weniger ahnte er, dass der Tod etwa 1,43 m messen, Turnschuhe tragen und lächelnd auf einem gottverlassenen Industriegelände in sein Leben treten würde. Simon, von nun an Sterns ständiger Begleiter, ist ein zehnjähriger Junge – und fest davon überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein.
Bridget Jones ist knapp über 30, arbeitet als Lektorin in einem Verlag, hat einen aktiven großen Freundeskreis – eine selbstbewusste junge Frau also. Aber ihr Lebenslauf weist ein großes Manko auf: Sie ist Single. Ein unhaltbarer Zustand, wie auch ihre Eltern, deren Freunde sowie ihre verheirateten Freundinnen finden. Die sie prompt immer wieder einladen, um ihr alleinstehende Männer vorzustellen. Dieses Weihnachten war Mark Darcy der auserwählte Kandidat ihrer Eltern – ein unmöglicher Mensch, grauenhaft gekleidet, mit dem man keine zwei vernünftigen Worte wechseln kann. Außerdem flirtet sie wie wild mit Daniel, ihrem Chef. Und ihre Freundinnen sind stolz auf sie — hat sie es doch geschafft, sich wieder anzuziehen und zu gehen, nachdem Daniel ihr erklärt hatte, nur weil er scharf auf sie sei, wolle er noch lange keine Beziehung mit ihr. Nebenbei kämpft sie noch mit ihren Gewichtsproblemen, einem langweiligen Job, dem Single-Dasein als solchem und mit der Tatsache, dass ihre Mutter nun nach all den Jahren plötzlich anfängt auf Männerpirsch zu gehen und ein rasantes Eigenleben entwickelt.
Ursprünglich war das hier mal als reiner Fotoblog gedacht, doch mit der Zeit kam da immer mehr Geschwafel meinerseits dazu, selbst der Seelenmüll fand hier seinen Papierkorb, so dass das schon lange kein reiner Fotoblog mehr ist.