“58kg (gut); Alkoholeinheiten: 0 (hervorragend); Zigaretten: 5 (locker im grünen Bereich); an Marks Haus vorbei gefahren: zweimal (s.g.); Im Telefonbuch unter Mark Darcy nachgeschlagen, um zu sehen, ob er noch existiert: 18-mal (s.g.); Anrufe von Mark: 0 (tragisch).
Ganz England ist von glücklichen Paaren bewohnt. Ganz England? Nein.
In London kämpfen unbeugsame Singles täglich um das große Glück. Allen voran Bridget Jones, die bewehrt mit zahllosen Ratgebern wie “Männer sind anders” oder “Endlich Wunschgewicht” ihr Leben zu meistern versucht. Trotz immer neuer Rückschläge in Beruf und Liebesleben ist sie nicht unterzukriegen, dafür sorgen schon ihre Freundinnen Jude und Shazzer sowie ausreichende Mengen Chardonnay und Zigaretten. Nicht zu vergessen Bridgets Mutter, die stets nur das Beste für ihre Tochter will.”
Was soll ich sagen? In der Mitte hab ich ganz schön gekämpft, das Buch nicht wegzulegen. Eigentlich ist es Bridgets unheimlich drolligen Art zu verdanken, dass ich es nicht getan habe. Ich fand die Missverständnisse zwischen ihr und Mark einfach zu … konfus. Ganz ehrlich, können Paare wirklich SO wenig miteinander reden? Ich mein – kein Wunder, dass es da zu solch verkrampften Missverständnissen kommt. Nee, nicht meins, nicht nachvollziehen und absolut anstregend. Nichtsdestotrotz ist Bridget so drollig wie ein kleiner Welpe. *g* Außerdem erwische ich mich dabei, wie sehr mir diese Tagebuchform gefällt, vorallem bzgl. der knappen Sätze … das ist cool und irgendwie fängt man irgendwann an genauso auf diese Art zu denken – ganz knapp und sparsam. *g*
Und so ein ganz kleines, klitzekleines bissl fehlt sie mir. *g*
Bridget Jones ist knapp über 30, arbeitet als Lektorin in einem Verlag, hat einen aktiven großen Freundeskreis – eine selbstbewusste junge Frau also. Aber ihr Lebenslauf weist ein großes Manko auf: Sie ist Single. Ein unhaltbarer Zustand, wie auch ihre Eltern, deren Freunde sowie ihre verheirateten Freundinnen finden. Die sie prompt immer wieder einladen, um ihr alleinstehende Männer vorzustellen. Dieses Weihnachten war Mark Darcy der auserwählte Kandidat ihrer Eltern – ein unmöglicher Mensch, grauenhaft gekleidet, mit dem man keine zwei vernünftigen Worte wechseln kann. Außerdem flirtet sie wie wild mit Daniel, ihrem Chef. Und ihre Freundinnen sind stolz auf sie — hat sie es doch geschafft, sich wieder anzuziehen und zu gehen, nachdem Daniel ihr erklärt hatte, nur weil er scharf auf sie sei, wolle er noch lange keine Beziehung mit ihr. Nebenbei kämpft sie noch mit ihren Gewichtsproblemen, einem langweiligen Job, dem Single-Dasein als solchem und mit der Tatsache, dass ihre Mutter nun nach all den Jahren plötzlich anfängt auf Männerpirsch zu gehen und ein rasantes Eigenleben entwickelt.
Ursprünglich war das hier mal als reiner Fotoblog gedacht, doch mit der Zeit kam da immer mehr Geschwafel meinerseits dazu, selbst der Seelenmüll fand hier seinen Papierkorb, so dass das schon lange kein reiner Fotoblog mehr ist.