Ich habe zwar in einer Hauruckaktion beschlossen, dass zwei Fellnasen einziehen sollen – dennoch bleibt natürlich nicht das abwägen aus, wie das in finanzieller Hinsicht hier bei uns klappt.
Futter und Streu ist gar kein Problem. Das ein oder andere Spielzeug sicher auch nicht (ganz sicher nicht *zum Spielzeughaufen der Jungs schiel* -.-). Na und dass Kosten für die Erstausstattung nahezu explodieren können, war uns auch klar. *g*
Doch was ist mit Krankheitsfällen? Teure OPs? Langwierige Behandlungen? Hat ja nicht ohne Grund jeder Horror vor horrenden Tierarztrechnungen. ^^
Sicher ist das für einen gewissen Zeitraum abgedeckt – aber was ist, wenn wirklich mal der SuperGau eintritt?
Da die Jungs gerade mal geboren wurden, als ich meinen Haurruckrappel hatte, blieb genug Zeit, sich zu informieren, welche Möglichkeiten es da so gibt.
Da trifft man schnell auf zwei Varianten:
- zum einen die “Sparbuch”-Variante, bei der monatlich ein gewisser Betrag zurück gelegt wird
- dem gegenüber steht die Tierversicherung, bei der eben monatlich ein gewisser Betrag gezahlt wird
Die erste Variante hat sicher ihren Vorurteil dahingehend, dass das Geld nicht “weg” ist, wenn Katz’ eben doch gesund bleibt. Aber was ist, wenn gerade am Anfang, wo man noch nicht so die Möglichkeit hatte sich ordentlich was anzusparen, der SuperGau eintritt? Doch Katz’ (am besten noch beide) ständig rumkränkelt, so dass das Sparbuch schnell abgemagert ist und noch dazu ein Loch reingerissen wird, weil Katz’ irgendwie nicht so Recht Lust hat wieder gesund zu werden?
Wenn man sich im Internet nun mal über Tierversicherungen einlesen möchte, bekommt man ganz schnell mit, dass sehr viele Leute wissen, dass Tierversicherungen sowieso nie zahlen und sich irgendwie immer rauswinden. Alles und jeder hat von schlechten Erfahrungen mit Tierversicherungen gehört.
Dass tatsächlich jemand schlechte Erfahrungen gemacht hat, findet man nicht so wirklich. Leider liest man allerdings auch nirgends so wirklcih positive Berichte.
Das ist dann doch ziemlich anstrengend. Aber gut … während die Jungs noch ein paar Wochen gute Kinderstube genossen haben, konnte ich ja weiter wühlen und suchen.
Und tatsächlich, da traf ich doch zum ersten mal … naja, nicht gerade auf einen positiven Bericht in dem Sinne, aber man konnte doch lesen, dass Kosten übernommen wurden.
Ich hab mir dann gedacht, dass ich so einfach besser schlafe und es erst mal probieren könnte. Zahl ich halt Lehrgeld, sollte es schief gehen.
Dann kam das nächste: Zum einen durch die ganzen Versicherungen durchwühlen. Zum anderen entscheiden: Vollschutz oder nur OP-Versicherung? Die OP-Versicherung macht sicherlich viel Sinn beim Freigänger. Die Jungs werden hier hoffentlich nicht allzu oft vom Kratzbaum klatschen und sich dabei halb das Genick brechen. Was mir tatsächlich schlaflose Nächte bereitet sind Krankheiten. Die, die langwierig sind und dadurch so richtig ins Geld gehen. (Im Zuge dessen beschäftigt man sich auch irgendwie zu viel mit Katzenkrankheiten – ich habe inzwischen absoluten Horror vor Giardien … nicht schön. *g*) Und auch möchte ich nie vor der Situation stehen, dass ich ein teures Medikament “ausschlagen” muss, weil ich es mir nicht leisten kann.
(Ich merk das jetzt, ihr glaubt gar nicht, wie teuer das Interferon ist. *stöhn*) Oder nicht jede Diagnosemöglichkeit ausschöpfen kann, weil ich auf’s “Sparbuch” schauen muss.
Also war klar, für uns muss der Vollschutz her. Für eine Versicherung haben wir uns dann auch entschieden und damit ging’s dann ab dafür.
Dass wir dann tatsächlich nicht mal eine Woche nach Wartezeit beim Tierarzt sitzen und damit ein nicht enden wollender Ärztemarathon beginnt, hat natürlich keiner erwartet.
Mit Peppi ging’s los. Der schniefte plötzlich rum. Ich dachte zunächst noch, er hätte sich was erkältungstechnisches weggefangen. Als er dann aber auch noch anfing zu hecheln – was für Katzen ja eher untypisch ist und auf Herzerkrankungen hindeuten kann, hat’s mir gereicht und wir waren am nächsten Tag beim Arzt. Nicht zu letzt, weil in der gleichen Woche noch die Kastration anstand und ich das abgeklärt haben wollte. So folgte eins ums andere. Herzschall, Röntgen, Blutabnahmen, ewige Medikamentengabe die keine Besserung brachte und weshalb die Jungs mit noch mehr zugedröhnt wurden, bis hin zur Diagnose, die uns dann doch irgendwie den Boden unter den Füßen wegriss. Zumindest für einen kurzen Moment.
Und ganz nebenbei? Hatten unsere Jungs in ihrem noch sehr kurzen Leben mal eben einen vierstelligen Betrag an Rechnungen beim Tierarzt hinterlassen.
Und mit dem Einreichen der ersten Rechnungen fing dann das Bangen an.
Davon ab, dass wir ewig Rennereien hatten, weil die Rechnungen nicht den Kriterien der Versicherungen entsprachen (nichts schlimmes – sie waren nur nicht detailliert genug – welche Medikamente in welcher Menge bekam welche Katze), füllte die Tierärztin ihren Schrieb für die Versicherung nicht gerade zu unseren Gunsten aus: Laut ihr schätzte sie das erste Auftreten Peppers Symptome bereits auf in der Wartezeit.
Und Filou? Der hatte eh eine Diagnose, bei der jede Versicherung es so drehen konnte, dass er aus dem Versicherungsschutz rausfiel.
Und bei all den Horrormeinungen über Tierversicherungen sah ich uns auch auf den Kosten sitzen bleiben – zusätzlich zu den Beiträgen, die wir ja nun auch schon seit Monaten zahlen.
Denn wenn eine Versicherung die Gelegenheit bekommt, sich rauszuwinden, wird sie das auch tun.
Und die haben ihr unsere Jungs eindeutig gegeben.
Was soll ich sagen? Letzte Woche trudelte der erste Bescheid ein: Sowohl Peppers rumgeschnorchel, als auch seine Herzgeschichte wurde versichert. Es gab eine Kostenerstattung von 100%.
Die Nähe zur Wartezeit wurde also zu unseren Gunsten interpretiert.
Hach, das gab schon mal die ersten Freudentränchen. 
War nur noch die Frage: Was ist mit Filou … mit Peppers Herpes-Geschichte … mit den Rechnungen von Dezember und Januar?
Ein Bescheid dahingehend ist immer noch nicht da. Der zufällige Blick auf unser Konto verriet heute aber: auch hier eine Kostenerstattung von 100%.
Auch Filous Versicherungsfall wurde zu unseren Gunsten entschieden.
Beide Jungs sind versichert – ohne wenn und aber.
Und wir? Rundum zu frieden mit unserer Versicherung die sich eben nicht gewunden hat, wo es nur ging! Und DAS, muss auch mal gesagt werden!
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Ursprünglich war das hier mal als reiner Fotoblog gedacht, doch mit der Zeit kam da immer mehr Geschwafel meinerseits dazu, selbst der Seelenmüll fand hier seinen Papierkorb, so dass das schon lange kein reiner Fotoblog mehr ist.