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Dienstag, 16. Juni 2009

Sebastian Fitzek – Das Kind

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daskindAls Strafverteidiger Robert Stern diesem ungewöhnlichen Treffen zugestimmt hatte, wusste er nicht, dass er damit eine Verabredung mit dem Tod einging. Noch weniger ahnte er, dass der Tod etwa 1,43 m messen, Turnschuhe tragen und lächelnd auf einem gottverlassenen Industriegelände in sein Leben treten würde. Simon, von nun an Sterns ständiger Begleiter, ist ein zehnjähriger Junge – und fest davon überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein.

Konnte leider die von mir bisher gelesenen Fitzeks nicht toppen. Es weiß zu fesseln, auch wie die anderen. Leider bin ich in der Hälfte des Buches im Internet über ein entscheidendes Wort gestolpert (und das in einer Rezension, man sollte sich schämen!) und so konnt man sich relativ früh einige Dinge denken. Was “die Stimme” anging, war ich bereits auf der richtigen Spur, wurde dann aber geschickt davon abgelenkt. DAS war wirklich fies. *g* Dafür war ich absolut auf der falschen Spur, was den Rächer anging – … obwohl ich mit der eigentlichen Person nicht wirklich zu frieden war. Bisher traf es Personen, die man nie erwartet hätte, aber wenigstens halbwegs “kennt”. Diesmal dacht ich nur “Hä, wer war DAS denn? … Oh, achso … der … wo war noch mal von dem die Rede?” Das war mir zu banal. *g* Die sich langsam aufklärenden Verstrickungen unter den Personen, die seine Bücher besonders ausmachen, waren so irgendwie nicht wirklich gegeben.  Besonders blöd fand ich dann das Ende. Ich bin einfach kein Freund von offenen Enden und mag’s nicht, dass ich mir nun denken muss, was mit Simone und Felix sein könnte. Nee, nicht meins. Ansonsten war’s für drei Tage (hust) eine nette Unterhaltung, fesselnd, zum Ende hin aber eher enttäuschend. Da waren die anderen eindeutig besser.

Ansonsten war’s mein erstes Buch, dass ich in einer Leserunde gelesen habe. Leider gab’s nicht ganz so viel dazu zu diskutieren, so dass man da nicht ganz so auf seine Kosten kam. Interessant war jedoch, dass das Ende doch unterschiedlich empfunden wurde – von anderen durchaus aufschlussreich und gar nicht “offen”.

*4,5*

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Samstag, 31. Januar 2009

Jane Austen: Stolz und Vorurteil

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41imidxs1rl_bo2204203200_pisitb-sticker-arrow-clicktopright35-76_aa240_sh20_ou03_“Im England des ausgehenden 18. Jahrhunderts steht die junge und schöne Elisabeth Bennet vor einer großen Lebensentscheidung: der Wahl eines geeigneten Heiratskandidaten. Ihr allzu stolzes Wesen jedoch vernebelt ihr ein ums andere Mal den Blick, bis sie nach vielen Verwicklungen schließlich doch die Liebe ihres lebens findet.”

Ich hab’s tatsächlich geschafft, mein erstes Buch für dieses Jahr zu beenden. Dass ich nur so schleppend voran kam, lag garantiert nicht am Buch. Aber gut … ich wollte ja eh getreu dem Motto “Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen” lesen, besser, als eben gar nicht zu lesen. Ich frage mich, wer diesen stussigen Klappentext verfasst hat, der wird dem Buch gar nicht gerecht. Der drängt viel zu sehr in die Kitschecke (das können andere besser). Obwohl ich zugeben muss, dass ich heute morgen (*hust*) tatsächlich wie ein dummer Teenager verlegen kichernd unter der Bettdecke lag – das Ende war einfach soooo süß! *kicher* Die Dummheit an der ganzen Lesegeschichte war, dass ich den Film schon gesehen hatte, durch dessen Begeisterungsfähigkeit ich unbedingt nun auch das Buch lesen musste – außerdem hat man ja auch so schon etlich von Jane Austen gehört. Doof war das ganz nun, weil ich irgendwie immer von einer Szene zur nächste fieberte, die mir aus dem Film bekannt vorkam. So geht’s mir irgendwie dauernd, dadurch verpasst man die schönen Dinge, die eben im Film fehlten … bzw. überliest sie schnell, oder liest sie eben nicht intensiv genug. Positiv, wenn man die Dinge so rum anpackt: Der Film erscheint einem viiiiiiiel besser, als er einem erscheinen würde, wenn man das Buch zu erst gelesen hätte.
Ich empfand es jedenfalls als eine schöne Leseerfahrung und als einen angenehmen (wieder-)einstieg in die Bücherwelt.

Außerdem liebe ich die Zeit, in der das Buch spielt. ;D … Allerdings hatte ich bei Elisabeth, wahrscheinlich vor allem durch den Film, immer die Vorstellung einer Josephine March, die in Jane Austens Welt rumhüpft. ^^
Da haben die Kritiker recht, sie wurde viel zu Jo-typisch im Film dargestellt – das hat der Film also eindeutig versaut. *g* Ansonsten fällt es mir schwer einzuschätzen, ob die Missverständnisse und der falsche Stolz zu “durchschaubar” waren, da ich dessen Hintergrund ja bereits kannte. Aber ich denke, selbst wenn, lohnt es sich das Buch zu lesen … mir hat’s schließlich auch Spaß gemacht, obwohl ich wusste, wie das ganze ausgeht. ;D

Das nächste Buch liegt nun auch schon bereit (und wurde auch schon begonnen :-r ) … und ich freu mich schon auf’s Schmöckern nachher im Bettschn. :D

*4,5*

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