November 2010

Mittwoch, 24. November 2010

Wo sitzt ihr?²

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Es gibt sie also wirklich, die kreischenden und Beine hochkrabbelnden Katzen. *g*
Da hier die Verwunderung laut wurde, wie das bei uns so funktioniert wie es funktioniert und auch anderorts ich drum gebeten wurde, noch mal was dazu zu schreiben, mach ich das jetzt.
Vor allem, da nun auch noch das Wort “Zwang” in einer Kritik verbaut wurde. *grml*

Ich versuche mich kurz zu fassen, aber ich fürchte, das wird nichts. *g*

Wir haben hier natürlich auch rumwuselnde Katzen am Anfang gehabt, und auch gemaunzt wurde am Anfang. Aber wir hatten gute Grundvoraussetzungen: Es wurde nicht geschrieen, nur mal gemaunzt, wenn es zu lange dauert und auch sonst setzten sie sich gerne mal irgendwo (!) wartend hin.
Ansonsten hat katz’ auch hier anfangs noch aus einem Napf gefressen, dann als es zwei Näpfe gab, gerne mal die Näpfe getauscht. Unsere Jungs sind nämlich insofern seeehr sozial, als dass  sie sofort vom Napf weg gehen, wenn sich der andere zwischen den Kopf und dem Napf schiebt. *aehm* Glück hatte der Zurückgedrängte, wenn im anderen Napf noch was drinnen war und er dorthin wechseln konnte.
So ganz passte mir das nicht. Als wir es dann mit breiigem Kot zu tun hatten und ich befürchtete, dass der eine Futter X nicht so recht verträgt und der andere wiederum Futter Y nicht, dachte ich, ich müsste mir was einfallen lassen, falls wir sie doch mit unterschiedlichem Futter mal füttern müssen (im Übrigen waren die Mac’s Sorten mit Reis dran Schuld und das getreidehaltige TroFu, dass es hier als Leckerlie gab). Und überhaupt: Getrennte Näpfe erleichtert die Medikamentengabe ungemein. Als Pepper nun sein Medikament wegen der Atmung bekam, mussten wir nicht riskieren, dass das über das Futter geträufelte Medikament doch von Filou auch gefressen wird.

Wie haben wir ihnen nun ihre Plätze und ihre Näpfe zugewiesen und sie zum stillen Warten gebracht?
Das ist alles irgendwie miteinander verbunden und war ein fließender Übergang.

Prinzipiell habe ich kein Futter runtergestellt, wenn rumgemault wurde. Ich hab also das Futter zubereitet (ich matsche viel mit Wasser, weil die Jungs nicht wirklich trinken, das dauert dann halt mal etwas länger) und wenn rumgemault wurde, hab ich damit aufgehört. Wurde tatsächlich mal geschrien, bin ich gar wieder aus der Küche rausgegangen und hab einfach aufgehört das Futter fertig zu machen. Habe ich mich mit Näpfen in der Hand umgedreht (ich steh beim Zubereiten mit dem Rücken zu den Napfunterlagen), wollte grad runterstellen und die fingen an zu kreischen, hab ich mich eben wieder um gedreht, die Näpfe auf der Anrichte abgestellt und gewartet, bis Ruhe ist. Ich wollte halt niemals solches Verhalten mit der Futtergabe auch noch bestärken. Wir haben gerade in der Küche hin zum Nachbarn sehr dünne Wände. Nach Futter kreischende Katzen kommen da nicht gut. Ergo wurde solch unerwünschtes Verhalten nicht auch noch belohnt.
Wir hatten binnen weniger Tage Ruhe.
Gut, wir hatten hier keine Extrem-Kreischer und Beinhochkrappler. Hätten wir letzteres gehabt, hätte ich sie vom Bein abgepflückt, eventuell “angefaucht” (wir pusten sie an, wenn sie unerwünschtes Verhalten zeigen, weil das als Fauchen verstanden wird), runtergesetzt und eben erst das Futter gegeben, wenn katz’ mir nicht mehr ans Bein geht. Auch hier wieder das gleiche Prinzip: Keine positive Resonanz auf’s Beinhochkraxeln.
Fragt sich dann nur, wer den längeren Atem hat. *g* Ich kann nicht sagen, ob das auch bei Extremfällen fruchtet, wir hatten da sicher bessere Grundvoraussetzungen, so konnte ich das hart durchziehen: Denn irgendwann (ziemlich schnell) haben sie nachgegeben und bekamen so natürlich auch ihr Futter, ohne Hungern zu müssen.

Die Sache mit den getrennten Näpfen war dann schon … schwieriger. *g*
Anfangs saß Filou hinten beim Stühlchen. Das ging gar nicht, der kam fast immer sofort nach vorne zu Pepper an den Napf (der eben gleich um die Ecke bei der Tür saß). Immer wieder ging der Blick zu Pepper und dann wanderte er. Pepper war da genügsamer, der fraß erst mal ‘ne Weile bei seinem Napf und ging erst dann nach hinten zu Filou.
Also hatte ich das beim nächsten Mal getauscht: Filou nach vorne, Pepper nach hinten. Das klappte. :D Naja … fast zumindest. *g*
So fraß erst mal jeder eine Weile an seinem Napf und irgendwann wanderten sie dann wieder. Ich dachte, der Blickkontakt wäre schuld (sie schauen sich selbst heute noch beim Fressen immer mal wieder an – inzwischen bleiben sie dann aber bei ihrem Napf) und dass sie zu dicht beieinander saßen (beide Unterlagen waren dichter beieinander). Also hab ich die auseinander geschoben und den blauen Eimer dazwischen gestellt. ^^ Na, das war ein Schuss in den Ofen, da hat dann einer gar nicht mehr gefressen. *aehm* Also Eimer wieder weg und mich dazwischen gesetzt. Aber nicht auf die gleiche Seite, sondern gegenüber, so dass quasi meine Beine dann zwischen den Napfunterlagen war – Blickkontakt also noch möglich war. Das klappte wunderbar. Wer meinte zum anderen zu gehen, wurde eben wieder umgesetzt. Immer und immer wieder mit einem Nein vom “fremden” Napf gehoben und vor den eigenen Napf gesetzt. Merkte ich, dass Pepper an Filou nur vorbei wollte, weil er fertig war, durfte er das natürlich. Machte er anstallten, an Filous Napf zu gehen (der dann eben nicht mehr gefressen hätte *aehm* ), schnappte ich ihn mir und setzte ihn um. Wenn Filou fertig war, ging der ja in die andere Richtung raus aus der Küche. Zu Pepper war ja Sackgasse. Ich weiß nicht, wieviele Tage das spielchen ging, aber sie hatten es insofern irgendwann kapiert, als dass ich nicht mehr da sitzen musste. Ich konnte dann auch irgendwann weggehen. Filou hatte es so verinnerlicht, dass der gar nicht mehr an Peppis Napf ging. Er fraß sich satt, stand auf und ging aus der Küche oder setzte sich an die Tür und began mit dem Putzen. Super. *g*
Peppi war da … sturer. -.- Der ging dann irgendwann, wenn er eine Weile gefressen hatte immer noch mal an Filous Napf. Wenn Filou fertig war, war das ja prinzipiell kein Problem. Aber ich wollte das trotzdem mal probieren in aller Konsequenz durchzuziehen: Ich setzte ihn also immer und immer wieder um, bis er dort eben nicht mehr dran ging. Irgendwann reichte dann auch ein leises langgezogenes “Neeeeeein!”, wenn man sah, dass er sich drauf zu bewegte und er ging dann wieder an seinen Napf, oder lief eben mit laaaaaaaangem Hals zum Napf hin dran vorbei und raus aus der Küche. *gg*
Wir sind inzwischen soweit, dass Pepper es gar nicht mehr versucht, wenn einer von uns dabei steht. Er frisst gut an seinem Napf, bis er satt ist und geht dann raus. Wenn wir während dem Füttern nicht mit in der Küche wären, würde ich aber meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass er nicht doch wieder irgendwann an Filous Napf sitzt. ^^
Daran können wir aktuell nicht verfeinernd arbeiten, weil wir ja durch’s barfen mit geschlossener Küchentür die beiden füttern und sowieso dabei bleiben (also einer von uns ^^). Ich hab hier schon Fleischstücke in Sicherheit bringen sehen. Ich muss das nicht im Wohnzimmer haben, an Stellen, wo ich es dann irgendwann nur durch den Geruch wiederfinde. ^^
Aber es funktioniert super, wenn wir dabei sind. Das ist doch auch was. *g*

Soweit zum abgewöhnen vom Rumgemaunze und dem Beibringen der getrennten Futternäpfe.
Warum sitzen sie nun, wie sie sitzen?
Dazu hat ja det Siamschn schon was in den Kommentaren geschrieben – aber das klingt so rabiat und erklärt auch nur die Hälfte. *g*

Das lief ähnlich ab, wie beim Clickern: Sie haben uns ein Verhalten angeboten und wir haben es belohnt. Ich wollte sie ursprünglich nur ruhig und nicht an mir kleben haben. Irgendwann merkte ich, dass sie sich prinzipell immer hinsetzten, wenn ich das Futter zubereitete. Das habe ich belohnt, in dem ich ihnen genau in dem Moment das Futter runterstellte und beide lobte. Das sitzen an sich wurde also positiv bestärkt. Wenn sie irgendwann mal nicht saßen, wartete ich ab, bis sie saßen und belohnte dann wieder diese Handlung mit Runterstellen und ruhig und sanft ausgesprochenem Lob (Feeeeeein! Ja gaaaanz feine Jungs seid ihr. *quietsch*… *lol*). Bei Pepper war das super, der saß von anfang an auf dem Stuhl. Das war also sein Angebot und er wurde da nie zu irgendwas gezwungen. Ich hab ihm nur gezeigt, dass mir das, was er mir da anbietet, echt total gut gefällt. *g* Filou war da etwas schwieriger, der saß wie hier im Bild mal rechts, mal links, mal davor, mal drauf, mal weiter weg von seinem Plätzchen (sie wussten ja inzwischen schon mal beide, wo die Näpfe immer hin kommen, daher setzten sie sich natürlich auch genau dort in die Nähe). Das darf er, ist okay. *g* Nur wenn er sich genau neben meinen Beinen setzte oder mir gar halb auf dem Fuß saß, blieb ich stur. Und “erklärte” ihm das auch: Sitzen ist toll, aber bitte nicht an mir klebend sitzen. Das mag ich nicht, weil ich das Gefühl hab angebettelt zu werden und der Eindruck bei mir entsteht, dass ich gefälligst hinne zu machen hab. Meine Worte haben natürlich nicht gefruchtet, wohl aber, dass ich ihn eben genauso zurück angestarrt habe, wie er mich anstarrte und das Futter nicht rausrückte (Wooo sitzt du? Neee, hier nicht … Wooooo?). Er setzte sich dann irgendwann freiwillig eben um und zack, genau DAS wurde dann sofort auf der Stelle belohnt, in dem ich das Futter runterstellte und wieder übereifrig lobte (man hatte ich ein Glück, dass Pepper während dessen ganz geduldig auf uns auf seinem Stuhl wartete!).
Ich weiß nicht, wann ich die Frage “Wo sitzt ihr?” mit einfließen lassen hab. Ich meine seit ich wusste, dass sie sitzend warten, während ich das Futter zubereitete. Immer und immer wieder hab ich’s gefragt, bis sie saßen. Dass der eindeutige Bezug zwischen dieser Frage und dem Futter inzwischen hergestellt ist, merke ich da dran, dass ich auf dem Weg zur Küche, noch im Wohnzimmer diese Frage stellen kann und die beiden in die Küche flitzen … und sich hinsetzen, wo sie hingehören. *g*

Gerade das sitzen geschah nie mit Zwang. Wer es sehr eng sehen möchte, kann natürlich das ständige Umsetzen an den richtigen Napf als Zwang ansehen *ka* – das hinsetzen vor dem Füttern an sich war es niemals! Ich hab sie nicht platziert, wo ich sie hin haben wollte, oder gar mit dem Hintern runtergedrückt.

Sie haben mir etwas angeboten und ich habe es mit sehr viel Dank angenommen. :)

*sue**wink*

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Mittwoch, 24. November 2010

Wo sitzt ihr? … oder auch: Wir barfen²

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Vorab: Ich bitte die QUalität der Fotos in diesem Beitrag zu entschuldigen. Es war kurz vor Fütterung und ich musste schnell machen und hab dabei natürlich gar überhaupt nicht auf die Einstellungen der Kamera geachtet, die für diese Lichtsituation völlig daneben waren. -.- Und Blitz in einer roten Küche ist sowieso … doooof. -.-
Außerdem: Es wird lang. :)


Nach nun bald zwei Wochen, die wir nun barfen wollt ich doch nun mal eine kurze Rückmeldung geben. *g*

Doch zunächst wollt ich vom ersten “Kunsstückchen” erzählen, dass die Jungs drauf haben: hier halt ein Wort, auf dem eine ganz bestimmte Handlung erfolgt. Auf dem Foto kann man es gut sehen. Naaa … naaa, wer kommt drauf, worum es sich handelt? … Nö, nicht “sitz”. *g* … Schon mal von Katzen erlebt, die in der Küche hin und her laufen und rumkreischen, während man das Futter zubereitet? Oder die einem halb das Hosenbein hochkrauchen, während man die Näpfe füllt? Oder einem gar auf die Anrichte springen, nur um schneller an den Napf zu kommen? Nicht? Also ich auch nicht. :D
Die hatten zwar anfangs die Angewohnheit in der Küche rumzuwuseln, während wir die Näpfe füllten, aber das zum Glück recht ruhig. Hier wird nicht gekreischt und geschrien. Manchmal kloppt katz’ sich, … wir brauchen ja auch viiiiiiiiiiiiel zu lange, um die Näpfe zu füllen. So wird die Zeit mit spielen überbrückt. Wenn mir das zu bunt wird, oder ich eh gleich fertig bin, frag ich einfach: “Wo sitzt ihr?” Und schwupps: Pepper springt auf’s kleine Stühlchen und Filou setzt sich vor, hinter, oder direkt auf sein Platzdeckchen. :D   Immer, wenn ich diese Frage stelle! Pepper ist da allerdings gründlicher, der sitzt wirklich IMMER auf’m Stühlchen. *lol* So weiß hier jeder, wo sein Napf hin kommt und wo man eben ruhig zu warten hat: nix da am Bein hochkraucheln, auf die Arbeitsplatte springen oder lautstark das Futter einfordern. Ich finde das toll. :D
Im Übrigen merkt man so auch, wenn die Kerls mal vor Fütterungszeit mächtigst Hunger haben: Es ist totenstill in der Wohnung, niemand wuselt hier rum, niemand liegt bei den Schlafplätzen. Nööö, die Jungs hocken in der dunklen Küche auf ihren Plätzen und warten auf die Dinge, die da scheinbar nicht folgen. :-x Eher unschöner Nebeneffekt: Wenn sie knast haben, aber wir gerade in der Küche am Kochen sind – für uns wohlgemerkt – und sie eben erst nach dem Kochen füttern wollen, dann hocken sie auch genau dort die ganze Zeit. Ruhig und stumm, wie zu Säulen erstarrt, aber eben ausdauernd die ganze Zeit. *lol* Zum Glück trollen sie sich spielend, wenn es eben mal doch etwas länger mit dem Kochen dauert. ^^ Nachdem wir nun jedem seinen Platz zugeordnet haben, sind wir den beiden am Beibringen, dass katz’ gefälligst auch beim eigenen Napf zu bleiben hat. Klappt inzwischen ganz gut – da sag noch mal einer, Katzen sind zu große Sturköpfe als dass man denen sowas beibringen könnte. ^^

Seit wir nun barfen, wird dort noch lieber gesessen. *lol*
Ansonsten: Das mit den nur 80% barfen vergessen wir mal schnell wieder.

Aber von vorne.

Nachdem Fleischwolf, neues Messer (boah, viel Geld für Messer lohnt sich tatsächlich!), Supplemente und Waage hier eingetrudelt waren, warteten wir auf die erste Fleischlieferung. Ich hatte inzwischen 8 Barfrezepte fertig gemacht und eben 16kg Fleisch passend dazu bestellt. Das ganze sollte hier dann vorletzte Woche Freitag per Express eintrudeln – so war gewährleistet, dass das von uns auch einer gefroren noch annehmen konnte. Insgeheim tat mir schon der Postbote leid, der den Kladdaradatsch hochschleppen durfte. *g* Ich hatte schon vorher bestellt und eben angemerkt, dass die Lieferung bitte so verschickt werden soll, dass es frühestens Freitag ankommt. Das hat wunderbar geklappt: Freitags klingelte es. Und was war? Eine PostbotIN. *stöhn* Das tat mir dann so leid, dass ich ihr entgegen gelaufen bin und mich selbst mit den 16kg Fleisch abgebuckelt habe. Memo an mich: das nächste mal bestellst du, wenn dein Mann Spätschicht hat, der darf dann 16kg buckeln. *lol* Nachdem ich es dann erst mal in den Flur geschliffen habe, wurde das Paket freudig von den Jungs untersucht. Dran gescharbt, drauf geklettert, genüßlich drauf geräkelt: Ich hab mich schon gefragt, ob ich 16kg Baldriankissen bestellt habe. *lol* Oder wussten sie etwa bereits, was sich darin befand? ;)
Ich hab’s dann weiter in die Küche geschliffen und dort erst mal sämtliches Fleisch in unseren (fast zu kleinen!) Kühlschrank gestapelt. Der ist fast aus allen Nähten geplatzt und ich dachte echt, ich krieg die Tür nicht mehr zu. Zum Glück war bei uns Samstag einkaufen angesagt, dementsprechend der Kühlschrank recht leer. ^^ Direkt rauspacken wollte ich das Fleisch noch nicht, da wir erst abends die Rezepte zubereiten wollten – det Siamschn sollte schließlich dabei helfen.
Späten Nachmittag ging es dann doch schon ans Werk: Das Fleisch war nur leicht angetaut und lässt sich so besonders gut schneiden. Männe kümmerte sich ums Wolfen und ich fing an zig Kilo Fleisch zu schnibbeln. *schnauf* Ich erwähne jetzt lieber nicht, wie lange wir gebraucht haben, das könnte abschrecken. *lol* Wir haben schlussendlich auch nur etwas mehr als die Hälfte versupplementiert und in Tagesportionen abgepackt. Wir hatten irgendwann einfach nur noch die Schnauze voll. Haben das unversupplementierte Fleisch nur noch in den Kühler geschmissen und das auf später verschoben. Nunja, ich denke, in eins – zwei Wochen werden wir dann den Rest in Angriff nehmen und für das nächste Mal werde ich die Rezepte etwas logistischer angehen, dann brauchen wir auch nicht so lange. Was noch aufgehalten hat: Die Jungs waren ja im Zahnwechsel und da hat das Kauen ziemlich Mühe gekostet, daher mussten wir zusätzlich mehr wolfen, vor allem Rind. Außerdem werden/wurden noch zu viele Stücke durch die Gegend geprügelt. Dem wollte ich vorbeugen und musste daher selbst die Gulaschstücken noch etwas kleiner schneiden. Ich denke, das können wir uns beim nächsten Mal dann schon wieder sparen – sooo viel wird hier gar nicht mehr durch die Gegend geprügelt. :D Schlussendlich war dann das Stapeln im Kühlwürfel ähnlich wie Tetris spielen. *lol* Aber nun wusste ich auch endlich, wieviel in unseren Kühler (ca. 45l) an Fleisch passt: locker 16kg versupplementiert und dann ist selbst noch ein wenig *hust* Platz für unser Zeugs. *g*

Wenn es auch echt lange gedauert hat und wir letztendlich “aufgegeben” haben und noch mal ran müssen: Die Mühe hat sich definitiv gelohnt. Wir werden selbst jetzt nach kurzer Zeit schon mit den Vorteilen, die eindeutig vorherrschen, belohnt:

  • Es ist natürlicher und gesünder! – Hatten wir schon, kau ich nicht noch mal durch. Da findet man genug Meinungen und Ansichten zu im Internet. Kontras sollte man sich auch ruhig mal durchlesen, so kann man für sich abwägen, was einem schlüssiger klingt und was nicht. Wofür wir uns entschieden haben, sieht man ja. Natürlich ist dieses Argument hier in meiner Aufzählung faktisch falsch: Ich weiß es ja noch nicht. Aber Blutbild ist gemacht. Schauen wir mal, wie das so nach einiger Zeit dann ausschaut (Zähne, Zahnfleisch, Immunsystem etc.). ;) Und ich wollte es noch mal nennen. :D
  • Es ist günstiger! – Wir haben für die 16kg Fleisch mit Versand (12,90€ pro angefangene 28kg!) ca. 50€ bezahlt. Hier reicht diese Fleischmenge ca. zwei Monate (und das bei zwei 4kg Katzen! Ich habe allerdings aufgrund des Mehrbedarfs bei Kitten großzügig gerechnet, unsere Jungs wiegen aktuell beide 3,3kg) Natürlich kommen da noch die Supplemente dazu, die in der ersten Anschaffung echt teuer wirken (ca. 40€) – dafür reichen sie aber auch über Monate hinweg, zwischen einem halben bis ganzen Jahr. Ich habe für das gleiche Geld vorher an Dosenfutter gerade mal eine Monatsration bekommen! Wenn ich jetzt überlege, dass wir vielleicht doch noch ‘nen Fleischdealer in unmittelbarer Umgebung finden, dann kämen wir ja noch günstiger weg, weil wir die Versandkosten sparen (also 28kg bekomm ich bei uns wohl eher nicht in den Kühler, sonst würde ich die Versandkosten mehr ausreizen).
  • Ich weiß, was im Napf ist! – Wir haben hier leider einen Kandidaten für eine Getreideallergie. Getreide im Futter gibt breiigen Kot. Bis wir das raushatten. *stöhn* Hab’s auch nur rausbekommen, in dem ich das TroFu mal eine Zeit lang weggelassen habe. Und schwupps, es wurd besser. Nun gibt’s nur noch getreidefreies TroFu als Leckerlie. Da wir hochwertiges Futter kaufen, ist Getreide natürlich genau deklariert und um derlei Sorten machen wir dann einen Bogen. Trifft hier also nur bedingt zur Problemlösung bei. Aber nicht jedes Futter ist wirklich gut deklariert – oft weiß ich also nicht, ob mehr Innereien und Müll als Muskelfleisch enthalten ist. Beim Barfen weiß ich das.
  • Weniger Output! – Ooooh ja. Unsere Jungs sind ware Weltmeister im Schei***. -.- Meist zweimal am Tag … manchmal bis zu dreimal. -.- Nicht schön! Das ist Vergangenheit. Mal davon abgesehen, dass sie vom Barf weit aus weniger brauchen (naja, in der Umstellungsphase wird’s noch in der gleichen Menge wie das Dosenfutter vertilgt – aber trotzdem nur so wenig Output!) als vom Dosenfutter, kann ersteres viel besser verwertet werden und so bleibt dann weniger übrig, dass im Klo landet. ^^ So sieben wir hier nun alle ein bis zwei Tage mal ein Häufchen pro Katze aus. Und selbst dieses ausgesiebte Häufchen ist viel kleiner und wohlgeformter, als noch mit dem Nassfutter.
  • Das Output stinkt weniger! – Daran hab ich tatsächlich nicht geglaubt. Das hat man auch schon vom hochwertigen Futter gesagt. Konnte ich so nicht bestätigen. Ich mein, wir haben gutes Streu, da riecht man kurz nach dem verbuddeln nichts mehr … aber davor? *aehm* Das war echt fies! Mit den Barf-Anfängen haben wir schon festgestellt, dass wir uns gar nicht mehr am Geruch stören. Aber gut, so selten wie geschi***** wurde, könnte es auch einfach daran liegen, dass wir es so nicht mehr mitbekommen haben. Sonntag bekamen wir dann allerdings den Beweis: Wir hatten vergessen, eine Tagesportion aus dem Froster zu holen. Nun hatten wir’s eilig und die Jungs eben Hunger. Also ging’s ab an den Trockenschrank und ‘ne Dose eben schnell aufgemacht. War nicht so pralle, die erste Mahlzeit wurde noch gut gefressen, bei der zweiten frass man schon mit weniger Begeisterung (oh man, eigentlich sollten sie das Dosenfutter nicht unbedingt bemäkeln :/ ). Am Montag kam dann das Endprodukt. *würg* Ich habe glatt vergessen wie DAS stinken kann! Ehrlich, das ist der Wahnsinn. Außerdem war die Konsistenz gleich wieder viel unschöner und Peppi kam uns auch direkt mit mit Kot verschmiertem Pfötchen entgegen. *aehm* Der ist beim Verbuddeln voll in das viel zu große und weichere Endprodukt reingelatscht: Vielen Dank! In diesem Moment waren meine angestrebten 80% dann gestrichen. Ich weiß noch nicht, wie und wann es hier Dose geben wird. Mal muss ja, aber es wird sicherlich keine 20% ausmachen. Als dann gestern übrigens wieder das Näpfchen voller Barf war, wurd reingekloppt, als gäb’s keinen Morgen. :D Selbst von Filou, der uns mit seiner Futtermenge manchmal doch leicht Sorgen macht.
  • Schöneres Fell! – Das weiß ich nicht. Das könnte auch Einbildung sein. Peppi war schon immer flauschig und weich. Filou hat kürzeres und weniger dichtes Fell. So richtig flauschig hat der sich nicht angefühlt – jedenfalls im Vergleich zu Pepper. Aber ich meine, es ist inzwischen flauschiger geworden. Das kann aber echt auch Einbildung sein

Noch zwei Vorteile, die mir persönlich sehr aufgefallen sind und die anderen vielleicht nicht ganz so wichtig erscheinen, oder die eben nur uns persönlich betreffen:

  • Nicht mehr so viel stinkender Dosenmüll! – Das hat mich wirklich gestört. Die Dosen nehmen unheimlich viel Platz weg. Außerdem fangen sie unheimlich schnell an zu müffeln, finde ich.
  • Filou frisst und frisst und frisst! - Herrlich. :D Nicht, dass er vorher unbedingt gemäkelt hätte, aber … im Vergleich zu Peppi kam mir seine Futtermenge in letzter Zeit doch sehr mager vor. Noch dazu hat er ja kaum Reserven, ist so dürre. Gut, er ist prinzipiell muskulöser gebaut, als Peppi (man stelle sich einen BKH neben ‘nen Orientalen vor *lol*, allerdings geht’s dabei nicht nur um Fettmassen, sondern auch um den Körperbau an sich! Und nee, auf den Fotos kommt das nicht wirklich rüber), aber ich wäre nicht böse, wenn er mehr auf die Rippen bekäme. Und das hat er inzwischen.  Ich bilde mir ein, dass er nicht ganz so dünnig mehr ist. Okay, Peppi wird dafür immer … fetter. :D Aber naja, des einen Freud ist des anderen Leid, eh?! *g*

Die Vorteilsliste ist ja prinzipiell noch viel länger. Aber dazu kann ich dann wohl erst was sagen, wenn wir dann ein Jahr gebarft haben. *g*

*sue**wink*

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Mittwoch, 17. November 2010

Pepper und sein Ärztemarathon …

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… geht weiter.

Wir kommen gerade aus der Klinik und sind nun 138€ ärmer, aber kaum ein Stück weiter. *seufz*

Nachdem wir letzte Woche festgestellt haben, dass kein Tierarzt hier in der Nähe sitzt, der sich mal Peppis Herz anschauen könnte, hatten wir nun heute einen Termin in einer doch etwas weit entfernten Klinik. Filou hatten wir zu Hause gelassen. Die Autofahrt mussten wir ihm nun nicht unbedingt antun. Ich dachte, das bissl Gefauche hinterher, weil Peppi nach Tierarzt stinkt, überstehen wir auch noch. Hab aber zur Sicherheit ein getragenes T-Shirt bereit gehalten, um ihn damit einzurubbeln hinterher, damit er nicht ganz so nach Tierarzt stinkt. ^^ Haben jetzt gepokert. Da Filou immer rumkreischt, wenn er jemanden ruft (er quatscht eh so viel), war ja die Sorge, dass er sich so ganz alleine hier ohne Peppi die Kehle aus dem Hals schreit. Keine Ahnung, was da stressiger für ihn wäre. Hier war er wenigstens zu Hause dachte ich.

Also nur Peppi eingetütet, Waschlappen, Küchenrolle und Decken mitgenommen, falls der Kerl uns wieder in die Box macht und los ging’s. Während wir uns anzogen, stand Peppi in der Box im Flur und Filou hat wie ein irrer versucht reinzukommen in die Box. *aehm* Det Siamschn nahm dann die Box und Filou krallte sich wie ein bekloppter dran fest. Ich dachte, wir kriegen Peppi ohne Filou gar nicht mit. *lol* Hab ihn da dann abgesammelt und schnell ins Wohnzimmer gebracht, während det Siamschn schon los ist. Armer Spatz. Alle beide. *seufz*
Dank Verfahrrerei kamen wir dann auch fast ‘ne ganze Stunde zu spät. *aehm*
Peppi war schwer begeistert. *stöhn* Hab den schon abgedeckt gehabt, weil der sich so in seine Box ins hinterste Eck gekauert hatte und mich mit weit aufgerissenen Augen anstarrte.
Ja, Auto ist halt laut … muss für ihn fast wie unmittelbar neben dem Staubsauger gewesen sein und das Ding hasst er. *aehm*

Beim Arzt selbst trat dann natürlich wieder der Vorführeffekt ein. -.- Kein Atemgeräusch zu hören. Beim Abhören sowieso nicht (war ja auch beim letzten Mal schon so). Peppi weigerte sich “rumzupumpen”. Wir haben ihn schon extra da rumlaufen lassen. Nö. Nüscht. Danke. *pff*
Zahnfleisch ist immer noch bös entzündet. Wir sollen den Zahnwechsel abwarten (Filou ist mit durch! :D ) und dann dem noch mal nachgehen.
Dann ging’s zum Schall und Peppi bekam ‘ne Rasur. *lol* Der sieht aus mit seinen zwei kahlen Stellen unter den Vorderbeinen. *hihi* Wir hatten ja Sorge, dass er das mitmacht, dat doofe Scherrding ist ja so laut. Aber mit dem Griff in den Nacken ging’s. Ich konnt gar nicht hinschauen. :-j
Sie hat auch angeboten, dass wir rausgehen können, weil es halt alles schon fies aussieht. Mit uns dabei wäre es leichter, aber es würde auch ohne gehen. Neee, wir sind drin geblieben.
Wisst ihr, wie man Schweine über’m Feuer aufhängt? An allen vier Pfoten festgebunden? So hat man ihn dann festgehalten und auf die Seite gelegt. Wie fiiiiiiiiiiiiiies. Ich sollt dann den Kopf festhalten. Kraulenderweise. Sollte ihn wohl so beruhigen. Hat scheinbar auch geklappt?! Mein kleiner Panikkater war total lammfromm und entspannt. :-h Die Tierärztin meinte, er hätte knapp die Hälfte an Herzschlag, was andere Katze panischerweise in solchen Momenten an Herzschlag hätten. Er wäre total entspannt und ruhig.
Da haben det Siamschn und ich uns angeschaut … sooo kennen wir ja nun gerade Pepper gar nicht. *lol*

Was kam bei rum? Also das Herz ist soweit in Ordnung. Kein HCM oder dergleichen. Alles so wie es soll. Bis auf die eine Herzklappe.
Die öffnet sich ordentlich und das Blut fließt durch. Beim Schließen fließt allerdings eine kleine Menge Blut wieder zurück und das darf nicht sein. Sie sagte allerdings, dass diese Auffälligkeit sooo gering ist, dass sie sie wahrscheinlich sowieso nur gesehen hat, weil Pepper so ruhig war. Bei einer anderen – aufgeregteren – Katze hätte sie das so vermutlich nie gesehen. Sie möchte ihn deswegen nun nicht mit Medis vollpumpen, er ist ja auch noch so jung, und nimmt auch nicht an, dass das Hecheln davon kommt.
Aber sie will es im Auge behalten. Wir sollen nun also in einem halben Jahr noch mal zum Schallen kommen. Wenn es sich bis dahin verwachsen hat. Super. Wenn nicht, können wir dann immer noch handeln.

Unsere Tierärztin hier bekommt nun die Ergebnisse gefaxt, wir schauen noch mal nach der Zahnfleischentzündung und werden nun wohl noch ein Röntgen machen lassen. Einfach um zu sehen, ob mit der Lunge auch soweit alles in Ordnung ist und das Atemgeräusch nicht daher kommt.

Ich weiß nicht so recht, ob ich das nun gut finden soll, oder nicht. Manchmal ist ja doch gut zu wissen, dass was ist, was das ist. So im Dunkeln zu tappen ist … doof.
Peppi wurd jedenfalls ganz ganz toll gelobt und hat noch ein paar Leckerlies bekommen. Die fand er doof. *g* Zu Hause hat er sie dann erst geknabbert, da war ihm das wahrscheinlich alles ein bissl zu viel. War auch so fertig, dass er auf der Rückfahrt dann gepennt hat.
Ansonsten muss ich mal sagen: Suuuuper Klinik da! Die Tierärztin war sowas von nett, total vorsichtig und sanft zum Peppi. Wenn’s nicht so weit weg wäre, würd ich wechseln. *g* (Wenn auch gleich die sich natürlich auch die Ausstattung bezahlen lassen, in dem sie dort den zweiten Satz der GOT nehmen, unsere Tierärztin nimmt ja soweit nur den ersten, wenn es nicht grad mitten in der Nacht ist).

Die Sorge wegen Filou war übrigens auch total unbegründet. Der hat gar nicht gefaucht. Wollte Peppi nur ständig die kahlen Stellen lecken. *lol* Das fand der wiederum aber ganz doof und hat dem Filou dafür eine gescheuert. *ggg* Pepper putzt sich lieber selber und wenn er so weiter macht, hat er sich bald weggeputzt. ^^
Aaah und die Transportbox fand Filou höchst interessant. Klar, das hat da drin nach Leckerlies gerochen. *g*Wie es dem hier nun so ging, wissen wir natürlich nicht. Aber er kam gleich angeschossen, als wir zur Tür rein kamen und war ganz aus dem Häuschen.
Filou ist mir erst mal gleich eben auf die Schulter gekrabbelt und wollte da pennen. War nur bissl zu klein die Fläche. *lol* Nun lagen sie dann irgendwann beide stapelnderweise auf mir drauf und Filou hat’s Peppi die kaheln Stellen geputzt. :-h Ganz viel Nasenküssis gab’s zwischen den beiden auch. Hach. :-h
Zuvor ist Peppi fast im Sitzen und schnurrenderweise vor mir eingepennt, der wollt unbedingt bei mir in den Arm, wo Filou den Platz besetzte. Der’s fix und alle. *lol* Na, wenigstens weiß ich so, dass er mir das heute nicht übel nimmt. *g*
Inzwischen liegen sie nun wieder jeder in seiner Ecke. :-v Gemeinsam kuscheln ist halt scheinbar wirklich nur, wenn sie sich den Platz auf mir teilen müssen. :-v

Hier geht’s also weiter. Mal schauen, ob wir die Ursache raus haben, bevor unser Konto leer ist. *lol*

*sue**wink*

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Sonntag, 14. November 2010

Das Brautpaar und die Hunde …

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Momentan bleibt zwar weniger Zeit für das Handarbeitszeugs, aber ich hab ja noch ein paar ältere Sachen, die ich noch gar nicht gezeigt habe.

Unter anderem auch das Brautpaar, dass ich auf unserer Hochzeit für uns als Platzhalter gemacht hab. Allerdings gibt’s davon nun nur ein Foto in besonders unscharf. *lol* Ich find gerade kein besseres und bin zu faul, ein neues zu machen. :-r

Von der Braut alleine hatte ich damals auch schon Bilder gezeigt, sogar in scharf. *g* Der Bräutigam war ja damals noch nicht fertig, wurde es tatsächlich auch erst eins zwei Tage vor der Hochzeit. ^^ Ich hab mich mit diesen blöden Haaren echt gequält.
Meine Cousine war auf der Hochzeit jedenfalls soooo begeistert von dem Pärchen, dass sie meinte, ich müsse ihr uuuuunbedingt auch sowas machen. Am liebsten einen Hund!
Typisch. :D

Ich konnte mich dann allerdings nicht entscheiden, welchen/was für einen Hund ich ihr mache. Hatte so ein süßes Pattern für einen Pudel gefunden, den mussten ich einfach häkeln. Wusste allerdings nicht, ob ihr Pudel in der Art nun unbedingt so gefallen. Also sind’s dann zwei geworden. Gaaaanz schlechte Idee, wenn man Zeitmangel hat. ^^ Aber naja, nach eeeetlichen Wochen sind die beiden GEsellen dann auch endlich fertig geworden.

Haben auch beide gefallen. :D

Momentan hat’s sich nun erstmal ausgehäkelt. Ich sitze (auch seit Wochen *aehm* ) derzeit an einem Bettchen für die Jungs – in ganz alter Strickmanier. Der Rand soll dann gehäkelt werden. Aber irgendwie komm ich schlecht voran, weil ich nie so recht die Zeit dafür finde. Bin dann froh, wenn ich abends mal ein paar Reihen schaffe. Da ich überschätzt hatte, wieviel Wolle für so ein großes Teil drauf geht, wird es nun quietschbunt. *g*
Eigentlich sollte dann noch ein Filzbettchen folgen (wollte mit dem anderen nur erst mal schauen, wieviel Wolle ich so brauche), aber wenn ich so sehe, wie lange ich nun schon an dem ersten sitze … werden das die Jungs wohl nicht mehr erleben. *lol*

*sue**wink*

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Freitag, 5. November 2010

Was für ein Tag …

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Pepper atmet komisch. Es ist kein Muster erkennbar. Er pumpt, als bekäme er schwer Luft. Nicht dauerhaft. Immer nur in bestimmten Situationen – nie in den gleichen. Eben kein Muster erkennbar.
Wenn man ihn auf dem Arm hat. Ist erst nichts. Dann wieder doch. Oder er liegt völlig entspannt vor einem. Fängt plötzlich an zu pumpen. Man spricht ihn an. Er schaut. Wieder Ruhe. Er sitzt auf seinem Stühlchen und wartet auf seinen Napf. Plötzlich hört man es Pumpen. Dann hört er wieder auf.
Eben … kein Muster erkennbar.

Neulich beim Toben. Die beiden wetzen sich, dass man in Deckung gehen muss. Rennen alles um ohne Verluste. Völlig normal. Filou jagt die KRatzsäule hoch. Pepper hinter her. Bleibt stehen, schaut Filou schwanzwedelnd nach oben hinterher und fängt an zu hecheln! Oha. Völlig untypisch bei Katzen – demnach auch total unnormal.
Eines abends dann jagd er dem Laserpointer hinter her. Eine ganze Weile geht das so und er ist sicher schon gut aus der Puste. Legt sich demnach auf die Seite und fängt wieder an zu hecheln.

Das war’s dann. Ab zur Tierärztin.

Da waren wir nun Mittwoch. Beim abhorchen kam nichts bei raus. Zahnfleisch ist wohl gerötet – die Jungs sind mitten im Zahnwechsel. Ich hab dann gesagt, sie soll sich das mal anhören.
Ja ja, Vorführeffekt. Nichts zu hören. Wir haben’s beschrieben, Fragen beantwortet, die SItuationen beschrieben, in denen es auftauchte. Dann klingelte das Telefon. Sie ging kurz ran. Und was macht Pepper? Richtig, er pumpt. *aehm* Toll!
Sie ist fertig … Pepper auch. *kreisch*
Dann nimmt sieh ihn und horcht. Nichts.
Gibt ihn mir wieder und sie meint, sie wolle nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen. Fragt nach Rauchen, Kerzen, Kamin. Erzählt von Asthma, Herzkrankheiten und dergleichen. Sie würde mir was homöopathisches mitgeben. Ich frag sie, wie es mit der Kastration aussieht, ich hätte die gerne Freitag gemacht, hab nun Sorge. Nee, das wäre kein Problem. Und wo er gerade mal sediert ist, würde sie dann gleich Blut abnehmen. Wunderbar! Blut abnehmen im wachen Zustand kann man bei Pepper nämlich vergessen. Sie sagt, wenn das nichts ergibt, schauen wir auf’s Herz. Gut.
Wir wollen ihn gerade eintüten, da pumpt er wieder. Und diesmal hört sie es! Klasse. Nee, also nach Asthma klingt das nicht. Aber sonst? Keine Ahnung. Blut abnehmen steht! Herzgeschichte danach auch.

Wir gehen raus mit zwei Katern, einem mulmigen Gefühl und einen Termin zur Kastration.

Ich bin völlig fertig. Nicht zuletzt auch wegen der Kastration unter diesen Umständen. Nötig ist sie aber langsam. Hier gab’s inzwischen gravierende Ausbüchsversuche, heftiges Dominanzgehabe, das bis in gegenseitiges Besteigen ausartete und ich bildete mir zumindest ein, dass auch der Urin langsam nach Potenz roch. 5 Monate sind die Jungs jetzt. Passend für die Kastration.

Heute morgen war’s dann soweit. Die Nacht vorher war erstaunlich ruhig. Normal fressen sie in der Spätschichtwoche vom Siamschn das meiste abends, spätabends und Nachts. Ab 18 Uhr gab’s ja aber nichts mehr. Hat katz’ gut verkraftet. Irgendwann – eindeutig viel zu spät – sind wir dann heute zu viert im Bett liegend eingepennt. Vor allem ich mit sehr mulmigen Gefühl, die Jungs wussten von nichts und det Siamschn meint, ich soll mich beruhigen, es wird schon alles gut gehen.

Ich weiß … so ‘ne Kastration ist ‘ne Routinesache. Um Filou hab ich mir auch keine Sorgen gemacht – aber Pepper mit seinem HIntergrund? *hmmm*

Heute morgen dann beide Jungs gegen 9 Uhr eingetütet und ab zur Tierärztin. Hab der TÄ-Helferin dann noch mal das wegen der Blutabnahme gesagt. Und sofort drum gebeten, doch bitte den Farbdoppler auf’s Herzchen anzusetzen, ich will doch jetzt einfach umfassend beruhigt werden – zumal er ja eben grad sediert ist. Farbdoppler nicht vorhanden … schöne scheiße. *seufz* Also gut, dann doch erst mal nur Blutabnahme (nun ist mir klar, warum sie die erst machen wollte). Ja, bei wem denn? Na, nun sag mal “bei Pepper” – wenn man nicht weiß, wer Pepper ist und es anhand der Farben auch nicht beschreiben kann, da beide schwarz. *lol*
Ich schon leicht am Rande des Nervenzusammenbruchs vor Nervösität fasel was von Punkten auf den HInterbeinen und weißen und schwarzem Kinn. Sie guggt mich völlig entgeistert an.
Ich: pappen sie einfach einen Zettel an die richtige Box. *aehm*

Gesagt getan. So haben wir also unsere Jungs in engen Boxen – Peppers geschmückt mit einem gelben Zettel, auf dem sein Name steht und das Wort “Blutabnahme” – da gelassen.
Den strafenden Blick haben wir auch bekommen und gerade Pepper kann ja schauen, als würde er all das Elend der gesamten Welt auf seinen Schultern tragen. Muss er es einem noch schwerer machen als ohne hin schon? *seufz*

Man glaubt gar nicht, wie lange 6h sein können. Ich dachte sie gehen nie vorbei und musste mich dann ab 14 Uhr echt sooo dermaßen zusammen reißen, nicht eifnach los zu gehen. 15 Uhr sollte ich sie abholen.
Endlich konnt ich los. Ab durch die Mitte.

Ich komm rein. Blickt mich die TA-Helferin toternst an und sprach: Setzen Sie sich erst mal bitte. Einen Augenblick. (Wie jetzt? Erst setzen? Warum muss ich sitzen? Warum guggt die so ernst? Holt die jetzt erst die Ärztin, damit die mir irgendwas schlimmes sagt?)
War mir schlecht.
Sie kramt etwas, geht nach hinten.
Hmmm … und jetzt?
Kommt wieder, allerdings mit leeren Händen. (Oh Güte, wo sind meine Jungs?)
Kramt irgendwas, holt was raus (Papiere? Was sind das für Papiere? Haben die mit uns zu tun? Warum sagt die nichts? Was ist hier los?) und geht wieder. (EY, WAS SOLL DAS JETZT? HALLOOOHOOOOOO?)
Ich lausche angestrengt, ob sie irgendwas bereden. Kann nichts hören. Filou ist ein Schwätzer, ich höre aber keine Katzen, schon gar nicht meine Jungs.
Mir ist immernoch schlecht.
Sie kommt wieder raus. Geht auf mich zu. Mit toternstem Blick. Mustert mich. Ich muster sie. Stille. (WARUM GUGGT SIE DENN JETZT SO? Soll ich einfach fragen? Aber dann hält die mich sicherlich für hysterisch und das nur wegen einer Kastration. ABER WARUM GUGGT DIE SO BIERERNST?)
Und plötzlich sprach’s: Aber den beiden geht es gut.

Hat man’s plumsen hören?
Ich hätte sie ja …  ^^ … wäre ich nicht so erleichtert gewesen.
Sie hat sich wahrscheinlich genauso gefragt, warum ich eben nicht mal nachfrage, ob es beiden gut geht. Konnte ich nicht. Irgendwie. Ich dachte, ich müsse dann lachen und heulen gleichzeitig. Ich hatte wirklich schiss. ^^

Dann ging’s erst mal ab nach Hause. Füttern sollte frühestens 22 Uhr drin sein. Wasser hab ich angeboten, da haben sie mich vorwurfsvoll angeschaut. Katz’ trinkt hier nämlich nicht. Nie. :-v
Sollte sie noch in der Box lassen. Kannst ja man klar vergessen – Filou hat mir die Box halb auseinander genommen. :-x Und gemeckert ohne Ende – der arme Kerl hörte sich total belegt und klang gar nicht wie mein Filou. *seufz* Hab sie demnach raus gelassen. Sie sind auch sofort – wenn auch vorsichtig – torkelnder Weise rausgetapst. War auch gut so, Pepper hatte in die Box gepuschert.
Ich wusst gar nicht wohin zuerst. Erst Peppers Box sauber machen, oder Filou hinterher, der gerade dabei war, den zweiten Anlauf zu nehmen, um meinen Stuhl zu erklimmen. *stöhn*
Torkelnderweise!
Pepper noch besser. Hoch auf’s Sofa (auch erst beim zweiten Anlauf ^^) rauf auf die extrem schmale Lehne (bin natürlich anbei – hatte schiss, der klatscht mir da runter) und rauf auf’s Fensterbrett. Da saß er. Schlief halb im Sitzen wieder ein. Und ich? Konnt ja nicht weg. *lol*
Hab mich dann mit beiden auf die Couch verkrümelt. Kannst vergessen, Pepper wieder – diesmal auf’s andere -  Fensterbrett. :-v Von da über die Heizung auf den kleinen Banana Leaf und wollt da runter springen? :-x Nee nee, ohne mich. Wird er da runter gehoben.
Wohl gemerkt. Alles torkelnd!
Stampft zum großen Kratzbaum und will da rauf? :-x Ich wusste nicht, ob ich heulen, lachen, helfen, kreischen, oder einfach nur hinterher sollte. So langsam kam ich ins Schwitzen. ^^ Wollte ihn dann hoch heben, wusste ja wo er hin wollte. Der ist bekloppt! Muss natürlich ganz hoch auf den größten Kratzbaum in die oberste Hängemulde. *aehm* Helfen geht natürlich gar nicht, da krallt der Herr sich am Kratzbaum fest. Ja ganz toll. -.- Hab dann den Po hinterher geschoben, mehr durfte ich nicht. Nun schlummert er ganz oben in der Hängemulde und Filou, erst auf’m Sofa, liegt nun vor mir zwischen meinen Armen. Der klebt schon wieder wie Pattex an mir. :D Möchte so nah gekuschelt wie möglich an mir liegen. Kriegt er. Und Streicheleinheiten nimmt er grad sooo dankbar an. Allerdings ohne Schnurren. Ist ungewöhnlich. Aber hat ja vielleicht mit der Narkose zu tun. Hab ihn jetzt jedenfalls in Situationen, wo er es sonst laut und wie ein Weltmeister tut, noch nicht schnurren gehört.

Na, ich bin jedenfalls froh, dass wir das hinter uns haben und ich hier beide Fellkugeln wieder bei mir habe. Bin hundemüde … aber wag mich nicht so recht ins Bett. Filou könnt ich mitnehmen, der würd sich freuen. Aber ich weiß nicht, inwiefern Pepper nachher noch torkeln wird … da möcht ich ihn ungerne vom Baum kraxeln wissen.

Montag kriegen wir die Ergebnisse wegen dem Blutbild. Ganz unabhängig davon werden wir Dienstag hier zu einem anderen Tierarzt gehen, bei dem ein Ultraschallgerät vorhanden ist. Ich werd Montag mal anrufen und fragen, ob das ein Farbdoppler ist. Und dann wird nach dem Herzchen geschaut.
Wer also ein paar Daumen (und Pfoten?) frei hat für unseren Dicken, wir wären sehr dankbar dafür.

Grüßle

*sue*

Nachtrag: Na, nu issa wieder vom Baum runter.
Springt vom Baum auf’s Sofa *aehm* und kommt ganz zielstrebig auf mich zu (fast gar nicht mehr torkelnd :D ).
Setzt sich neben mich auf’n Schreibtisch und starrt Filou an.
Bis der entnervt aus meinem Arm aufsteht, sich auf das Deckenplätzchen neben mich liegt und Peppi die Gunst der Stunde nutzt und kuscheln kommt.
Rammt mir dabei wie immer seinen Kopf unter das Kinn …
schaut mich an …
und oooh … schnurrt ganz ganz ganz leise.
Viel leiser als sonst.
Und legt sich danach wie ein Baby in meinen Arm. :-h
Das ist ‘ne Flauschnuss. Hach … schööön. :-i
Der darf einfach nicht krank sein.
Ist doch mein dickes flauschiges Knutschkügelchen, mein Kuschel-Legastheniker, fat Cat und garfieldisches faules Söckchen.
Geht nicht, gibt’s nicht. *schnueff*

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