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Ich mach hier ‘nen Streifen mit. Das geht an die Substanz, von zahlreichen Nervenzusammenbrüchen erwähn ich erst gar nicht was. Dabei bin ich selbst schuld.
Ich muss … nein will bis Freitag die Baby-Fotos vom Tisch haben. Samstag geht’s ja auf zu Nele … und nach’m Urlaub geht die Uni quasi wieder los. Das ist alles blöd. Und da ich ja immer alles schleifen lasse und irgendwie immer erst aus’m Tee komme, wenn es fast zu spät ist, stand ich dann heute vor an die 30 Fotos, die bis Freitag früh fertig sein müssen.
Vielleicht kann ich mir selbst ja zu gute halten, dass ich’s meist doch irgendwie immer wieder schaffe, auch wenn ich immer wieder viel zu spät “anfange”.
Jedenfalls spielte sich vor ein paar Tagen folgendes Drama ab: Mir ist mein Stift runter gefallen. Nein, ich theatralisier (Wortschöpfung?) nicht! Es war nicht irgendein Stift. Es war mein Stift vom Grafiktablett. Selbiger hat das natürlich nicht unbeschadet überstanden. Er ist in der Mitte aufgebrochen, ich konnte das innere sehen – quasi seinen Herzschlag sehen. Ich dachte, ich müsse schreien und zu heulen anfangen – gleichzeitig. Schnell irgendwie zusammen gebaut, Tesafilm drum und erfurchtsvoll auf’s Grafiktablett angesetzt … und … er ging! *puuuh* Nervenzusammenbruch Nummer 1 – gerade so entkommen, aber er hat Spuren hinterlassen – ehrlich. Mindestens ein graues Haar mehr!
Soweit so gut. Heute morgen steh ich auf – mit dem Wissen, dass 30 Fotos noch auf mich warten und ich auch noch andere Dinge heute zu erledigen habe – die Zeit also echt knapp ist. Während der Rechner hoch fährt, verkrümel ich mich ins Bad. Danach – an den Rechner zurück gekehrt – blätter ich erst mal das Internet durch, während Lightroom und Photoshop gefühlte fünf Stunden brauchen, um sich zu öffnen. Nachdem das erledigt ist, öffne ich das erste Bild, setze den Stift an und … nichts.
Ähm … hallo?
Ich setze ihn ein zweites Mal an. Immer noch nichts. Vielleicht mal ein bissl döller aufdrücken? Nööö, immer noch nicht.
Inzwischen brechen bei mir sämtliche Panikkörperreaktionen aus. Okay, vielleicht die Batterie. Seit ich das Grafiktablett habe, musste die noch nie gewechselt werden. Also zur Batterie gegriffen, ausgetauscht, Stift an gesetzt und … … … immer noch nichts. 
Okeee? Und nu? Erst mal ‘ne Runde in völliger Verzweiflung ausbrechen. Ich habe 30 Fotos vor mir, es komplett verlernt mit der Maus zu arbeiten – zumal ich nicht nur an Reglern rumspielen muss, sondern auch die ein oder andere Sache komplett aus dem Bild rausretuschieren muss – das geht einfach NUR mit meinem heißgeliebten Grafiktablettstift. mit Fuß auf Boden stampf
Nach dem ich mich etwas beruhigt habe und versuche die Gedanken dadran, welche Bank ich überfallen könnte, um mir mein neues Grafiktablett (so ‘n Stift bekommt man ja nicht mal eben neu nachbestellt, das ist echt scheiße) zu kaufen, verdränge, reift in mir der Gedanke, den Rechner einfach mal neu zu starten. Das ist ja irgendwie so der Standardlösungsversuch. Während der Rechner also neu startet, schiebe ich den Gedanken an einen Banküberfall beseite – der würde eh nicht viel bringen, außer ein nasses Höschen aufgrund von Schiss vor der Aktion – und überlege statt dessen, welches Lied ich in der Innenstadt singen könnte und welchen Hut ich nehme zum Geld sammeln. Ich brauche ja ein neues Grafiktablett, obwohl nur der Stift im Arsch ist. Im Hinterkopf weiterhin das Grauen, dass ich bei dem Gedanken empfinde, 30 Fotos reinweg mit der Maus zu bearbeiten.
Mein Rechner ist tatsächlich endlich wieder hoch gefahren – es beginnt das warten auf Herrn Lightroom und Frau Photoshop. Die Gedanken während dessen erspare ich euch, okay?
Ich setze jedenfalls den Stift an … un breche über den wunderschönen himmlischen schwarzen Strich, den ich so eben über ein Foto gezogen hab, völlig in hysterischem Gekicher und Gekreische aus – nebst Jubelschreie. Det Siamschn hat zum Glück noch geschlafen, der hätte mich sonst eingeliefert.
Jedenfalls hab ich bis jetzt gesessen und Fotos bearbeitet. Währenddessen hat mein heißgeliebter Grafiktabletstift noch mal kurz gezuckt und gestreikt – ich hab die Batterie nun entgültig gewechselt, nu schnurrt er wieder. Vielleicht war’s das heute morgen und das bissl Funktionieren waren die letzten Zuckungen der Batterie, – oder so.
Ich bin leider nicht fertig geworden. Morgen warten noch einmal 15 Fotos auf mich. Ich werd also morgen wieder ganz früh aufstehen, mich sofort an den Rechner begeben, warten, bis er arbeitsbereit ist und dann … … … hoffen, dass der Stift funzt.
Und wer bis hierhin durchgehalten hat, bekommt noch ein Bild zum guggn – naaaa, ist das nicht was? ^^

Übrigens … ich werde morgen Lotto spielen. Wenn ich gewinne, werde ich mir ein paar Grafiktabletts kaufen, damit ich immer einen Stift in Reserve habe!!!
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Tags: Bildbearbeitung, Equipment, Fotografie, Fotografiegeschwafel, in Farbe, Studio




Ursprünglich war das hier mal als reiner Fotoblog gedacht, doch mit der Zeit kam da immer mehr Geschwafel meinerseits dazu, selbst der Seelenmüll fand hier seinen Papierkorb, so dass das schon lange kein reiner Fotoblog mehr ist.
Gott sei Dank geht er wieder! Ich konnte beim Lesen grade richtig mit dir fühlen.
Aber: aaaawwww! Was für ein tolles, süßes, knuffiges Bild!
[...] ihrer großen Schwester nach, sie hatte ich nämlich letztes Jahr in fast dem gleichen Alter schon vor der Kamera. [...]